Heftige Grünen-Kritik am RWE-Atomkraft-Projekt im erdbebengefährdeten Belene

Die geplante Investition von RWE im bulgarischen Atomkraftwerk Belene sehen Umweltverbände und Mönchengladbacher Grüne mit großer Sorge. Der Standort im Norden Bulgariens ist stark erdbebengefährdet. Angesichts der Folgen des jüngsten Bebens in Mittelitalien erscheint das Risiko, dort ein AKW zu bauen, unverantwortlich hoch. Der Konzern indes sieht das anders – er droht Kritikern des umstrittenen Projekts sogar mit Strafanzeige.  

 

Mönchengladbach. Im Dezember 2007 war es, als die EU- Kommission grünes Licht für den Bau eines der gefährlichsten AKW-Projekte in Osteuropa gab und entscheidende Sicherheitsbedenken einfach beiseite schob. Seitdem regt sich besonders in Deutschland heftiger Widerstand gegen das Projekt. „RWE will einen neuen, unerprobten russischen Reaktortyps bauen, und das ausgerechnet in einem Erdbebengebiet“, stellt Uli Laubach, Vorstandssprecher der Mönchengladbacher Bündnisgrünen, fest. Für ihn geht RWE ein unverantwortlich hohes Risiko ein. „Nur zwölf Kilometer vom geplanten Kraftwerkstandort entfernt ereignete sich im Jahre 1977 ein großes Beben, bei dem 120 Menschen starben“, erinnert Laubach.

 

Der Mönchengladbacher steht mit seiner Kritik nicht allein: Seit Monaten kämpft auch die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation „urgewald" (www.urgewald.de ) gegen das AKW-Projekt von RWE in Belene. Mit einer gut gemachten Persiflage auf eine RWE-Anzeige weist die Organisation nach, wie gefährlich und teuer Atomstrom in Wahrheit ist. Der Protest wirkt. Grund genug offenbar für den RWE-Vorstand, die lästigen Kritiker von „urgewald“ mundtot machen zu wollen. Um schlechte Publicity zu vermeiden, hat man eine Werbeagentur vorgeschickt. Die Agentur, die im Auftrag von RWE mit einem Motiv der Neuen Deutschen Welle-Band „Trio“ („Da Da Da“) eine Werbekampagne für angeblich billigen Atomstrom macht, droht „urgewald“ mit Strafanzeige, Schadensersatz und Unterlassungsklage.

 

Das jedoch wollen die Grünen nicht hinnehmen. „Wir lassen den Protest gegen die Atomkraft nicht mundtot machen. Satirischer Protest muss möglich bleiben“, sagt Uli Laubach. Unterstützung gibt es dabei auch von Landesebene: So fordern die nordrhein-westfälischen Bündnisgrünen den RWE-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann auf, die Klagedrohung gegen „urgewald“ zurückzuziehen (Infos dazu im Internet unter www.gruene-nrw.de/themen/oeko/klima-und-energie/fingerweg.html).

 

Schon bald, am Mittwoch, 22. April, wird sich die RWE-Aktionärsversammlung in Essen treffen. „Mönchengladbachs Grüne und der Landesvorstand wollen diesen Anlass nutzen, um gemeinsam mit vielen Verbänden und Initiativen von 08:30 - 10:30 Uhr vor der Essener Gruga-Halle gegen die RWE-Planungen des Atomkraftwerkbaus in Belene und auch andernorts zu protestieren“, sagt Laubach und hofft auf ein Einlenken von Kraftwerksbetreibern und Aktionären: „Wohin unverantwortliche Profitgier und Renditestreben führen, hat uns doch die derzeitige Wirtschaftskrise gezeigt.“

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