Grünflächen am Flughafenzaun: Besser mähen als Gift einsetzen

Hajo Siemes.

Mönchengladbach. Seit Jahren verwendet die Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH für die so genannte Vegetationskontrolle am Zaun des Mönchengladbacher Flughafengeländes Pflanzenvernichtungs¬mittel, um das dortige Grün niedrig gehalten. Häufig werden zur Bekämpfung von „Unkräutern“ fortpflanzungsschädigende Breitband¬herbizide wie Glyphosat, Glufosinat und Flumioxazin, aber auch nicht nachhaltige Pelargonsäure-Präparate eingesetzt. Die erstgenannten Gifte stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Der Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH liegt eine bis zum 31.12.2015 befristete Ausnahmegenehmigung für das Ausbringen der Pflanzenvernichtungsmittel vor, die jederzeit erneut beantragt werden kann. Zuständig für die Erteilung der Genehmigung ist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Besonders bei Starkregenereignissen besteht aus Sicht von Hajo Siemes, Sprecher der Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung Ost, nun die Gefahr, dass durch Überflutungen die Gifte in die angrenzenden Gewässer gelangen. Immerhin verläuft der Trietbach direkt am Flughafengelände und ganz in der Nähe die Niers. Siemes befürchtet, dass durch das Ausbringen der Giftstoffe vor allem das Wasser im Trietbach und in der Niers verseucht werden könnten.

In einem Schreiben an Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, verlangen die Grünen jetzt die Beendigung der Sondergenehmigung für das Ausbringen von Pflanzenvernichtungsmitteln um das Flughafengelände am Verkehrslandeplatz Mönchengladbach. Die Landwirtschaftskammer prüft noch den vorgetragenen Sachverhalt, um ihn bei ihrer Ermessensentscheidung zu berücksichtigen.

„Wir erwarten von der Landwirtschaftskammer NRW, von einer weiteren Ausnahmegenehmigung für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln in diesem Bereich des Flughafens dringend Abstand zu nehmen und statt dessen den Flughafenbetreiber anzuweisen, die Flächen entlang des Zaunes mechanisch zu bearbeiten, falls es die Umstände verlangen“, sagt Hajo Siemes. „Dies wäre eine Lösung, die Mensch und Umwelt hilft.“

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