Grüne warnen vor Krebs-Gefahr: Glyphosat stoppen!

Dr. Gerd Brenner.

Mönchengladbach. In der hiesigen Landwirtschaft wird dieser Unkrautvernichter breit eingesetzt und auch in jedem Gartencenter oder Baumarkt ist er zu haben: Glyphosat, ein allgegenwärtiges Allzweck-Ackergift, ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO allerdings alles andere als harmlos. Die WHO hatte jetzt im Rahmen einer Neubewertung den Herbizidwirkstoff Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ eingestuft und damit der bisherigen Einschätzung des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) sowie der Hersteller widersprochen.

„Der Unkrautvernichter Glyphosat ist in der EU ebenso wie in Amerika Standard in der konventionellen landwirtschaftlichen Produktion“, sagt Dr. Gerd Brenner, umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion. Für ihn ist nach der Neueinstufung durch die WHO klar, dass Glyphosat vom Markt genommen werden muss: „Die schwarz-rote Bundesregierung muss die Glyphosat-Zulassung jetzt umgehend aussetzen und die Risiken gründlich untersuchen. Es darf keine Neuzulassung dieses Herbizidwirkstoffs geben, solange Gesundheitsgefahren nicht umfassend durch neue industrie-unabhängige Studien geklärt und ausgeschlossen wurden“, meint der Grünen-Politiker. Gerade die Folgen der Glyphosatbelastung von Nahrungsmitteln sind immer noch zu wenig untersucht, obwohl Studien das Gift im Urin von Großstädtern nachgewiesen haben.

Wie Dr. Brenner verdeutlicht, habe Glyphosat den Vorteil, dass diejenigen, die es verwenden, nicht auf teurere mechanische Verfahren zur Unkrautbeseitigung zurückgreifen müssten. Vielfach werde etwa bei der Rapssaat gleichzeitig gedüngt und Glyphosat gespritzt. „Die Verharmlosung der Gefahren durch Glyphosat muss jetzt endlich aufhören“, sagt der Umweltexperte der Grünen.  Die zuständigen Behörden müssten vielmehr ihre Risikobewertungen überarbeiten, das laufende EU-weite Neuzulassungsverfahren für Glyphosat müsse von Grund auf neu aufgerollt werden.

Hintergrund: Der vom US-amerikanischen Konzern Monsanto auf den Markt gebrachte Herbizidwirkstoff Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Unkrautvernichtungsmittel. Mit ihm werden Äcker gespritzt, angewendet wird es aber auch auf Bahngleisen und Kinderspielplätzen, in Parks und Privatgärten. Das Gift baut sich allem Anschein nach nicht vollständig im Boden ab, sondern reichert sich in der Nahrungskette an. In einer Studie der Universität Leipzig aus dem Jahr 2012 war Glyphosat im Urin von Menschen und Tieren nachgewiesen worden. Der Bundesrat hatte sich bereits im November 2013 für ein Verbot glyphosathaltiger Herbizide für den Haus- und Kleingartenbereich ausgesprochen, das aber von der Bundesregierung bis heute nicht umgesetzt wurde – trotz der neuen Erkenntnisse.

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