Grüne warnen vor Abzocke bei Klimastrom

Empört reagieren Mönchengladbachs Bündnisgrüne auf eine aktuelle Klimastrom“-Kampagne des RWE-Konzerns. „Mit dem neuen RWE-Tarif `Pro Klima Strom` sollen gutgläubige Kunden durch den Bezug von überteuertem Atomstrom abgezockt werden“, klärt Vorstandssprecher Uli Laubach auf. Der von RWE bekundete ‚Klimavorteil’ CO2-Ausstoßverringerung sei eine handfeste Irreführung. Bei diesem Tarif, so Laubach, werde keine einzige Tonne CO2 eingespart und somit auch das Klima nicht geschützt – weil keine neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen gebaut würden. Es komme nur zu einer theoretischen Umverteilung bei der Kundenbelieferung mit Strom. „Zu Ende gedacht, kommt jetzt mehr Kohlestrom bei den anderen RWE Kunden aus der Steckdose“, so Laubach weiter.

Der Tarif dient nach Darstellung des Grünen-Vorstandssprechers nicht dem Klimaschutz, sondern nur RWE selbst: Mit dem Atomstrom-Tarif vergolde sich der Konzern die längst abgeschriebenen Atomkraftwerke, z. B. in Biblis. Hier wird – nicht zuletzt wegen der üppigen Subventionen – Strom für nur etwa zwei Cent pro Kilowattstunde erzeugt. Dieser Strom wird jetzt für über 23 Cent pro Kilowattstunde, also zum elffachen Preis verkauft. Auf die „dreiste RWE-Abzocke“ kann es aus Sicht von Uli Laubach nur eine Antwort geben: den Wechsel hin zu einem seriösen Ökostromanbieter! Ökostrom ist billiger, er kostet im bundesweiten Durchschnitt nur 18,9 Cent und ist damit über vier Cent pro Kilowattstunde preiswerter als der Atomstrom-Tarif von RWE.

„Wer das Klima wirklich schützen will“, so Laubach weiter,“ sollte auf Ökostrom umsteigen“. Unter www.atomausstiegselbermachen.de findet man dafür seriöse Anbieter. Weil der Ökostrom-Preis wegen der Unabhängigkeit von Brennstoffimporten kaum steigt, ist für das kommende Jahr zu erwarten, dass „Grüner Strom“ bald überall billiger sein wird als Normalstrom. In vielen Städten ist das heute bereits der Fall. Mönchengladbachs Bündnisgrüne beziehen seit Jahren den Strom von Greenpeace Energy.

 

Am Rande: RWE ist der mit Abstand klimaschädlichste Energieerzeuger in Europa, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens Price Waterhouse Coopers zeigt. RWE-Kraftwerke stießen im vergangenen Jahr 147 Millionen Tonnen CO2 aus, 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Deutschland verursachte jede von RWE erzeugte Kilowattstunde knapp 900 Gramm des Klimagiftes – ein trauriger Rekord, vergleichbar nur mit der Schadstofffracht chinesischer oder indischer Kohlekraftwerke.

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