Grüne: Kuckels und Brandts lassen Bürger bei Bergbauschäden im Regen stehen

Wanlos Bürger sind stinksauer: Sie fühlen sich vom zuständigen städtischen Umweltdezernenten Bernd Kuckels (FDP) und dem Mitglied im Braunkohleausschuss Reiner Brandts (CDU) bei den Auswirkungen des Braunkohletagebaus bisher völlig allein gelassen. Auf einer überfüllten Veranstaltung der Dorfinteressengemeinschaft Wanlo letzte Woche zum Thema Bergschäden kochte die Volksseele.

 

Mönchengladbach. Nach dem Böschungsabbruch in Nachterstedt geht in Randgemeinden des rheinischen Braunkohletagebaus die Angst um, dass eine ähnliche Katastrophe auch hier nicht ausgeschlossen werden kann. Dieser aktuelle Anlass veranlasste die Dorfinteressengemeinschaft Wanlo letzte Woche eine Informationsveranstaltung im Pfarrheim zum Thema Bergschäden abzuhalten. Risse in Wänden, abgeplatzte Klinker, klemmende Fenster, Türen die schwer schließen, Absenkungen in Gärten und auf Straßen – dies alles sind möglicherweise Folgen des Braunkohletagebaus direkt vor den Haustüren der Mönchengladbacher. Durch die großflächigen Grundwasserabsenkungen können auch bis 20 Kilometer vom Tagebau entfernt Schäden auftreten. Die Wanloer hatten zwei Experten zur Veranstaltung eingeladen: Rechtsanwältin Doris Vorloeper, Spezialistin für Bergbauschäden, und Dipl.- Ing. Peter Immekus vom unabhängigen Kompetenzzentrum Bergschäden in Bergheim. Mit ihren Fachvorträgen stießen die beiden beim Publikum auf großes Interesse.
Während Doris Vorloeper die rechtlichen Aspekte eines Bergschadenfalls anschaulich  darlegte, erläuterte der freie Sachverständige Immekus, wie Bergschäden entstehen.

 

Häufigste Ursache für Bergschäden sind meist Grundwasserabsenkungen, die die tektonischen Störungen aktivieren. Folgen hat es auch, wenn das Grundwasser nach Abschluss des Tagesbaus wieder zurückkehrt. Immekus erklärte den gespannt lauschenden Wanloern anhand von Fotos, wie auch Laien mögliche Bergschäden und tektonische Störungen erkennen können. Der Bergschäden-Experte wies auch auf die große Staubbelastung durch den Tagebau hin. Natürlich wurde ebenfalls der Böschungsabbruch in Nachterstedt beleuchtet. Der reflexartigen Äußerung von RWE, „den Vorfall in Nachterstedt könne man mit dem Gebiet des rheinischen Braunkohletagebaus nicht vergleichen“ stimmte Immekus zu – die Situation vor Ort ist nach seiner Darstellung aufgrund der vielen tektonischen Störungen, die es im Osten nicht gibt, viel gefährlicher!


Am Ende fühlten sich Wanlos Bürgerinnen und Bürger mit den Problemen der Tagebaue allein gelassen: „Weder Beigeordneter Bernd Kuckels (FDP) als Umweltdezernent noch die beiden Gladbacher Braunkohleausschussvertreter Reiner Brandts (CDU) und Heinz Penkert (SPD) sind zur Info-Veranstaltung gekommen“, stellte Diether Brüser, Fraktionssprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Wickrath, fest. So sei manche Frage zwangsläufig offen geblieben. „Es wäre doch Aufgabe der Stadt gewesen, uns unabhängig zu informieren“, meinte eine empörte Wanloerin. „Warum ändert man nicht das Bergrecht, das uns Bürger gegenüber den Bergbautreibenden so stark benachteiligt? Was machen unsere politischen Vertreter im Braunkohleausschuss für uns, warum sind die heute nicht anwesend?“, wollte sie wissen. Zumindest die letzte Frage konnte ihr auch Diether Brüser nicht beantworten.

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