Grüne Fragen zu Jodtabletten

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Im AKW Tihange bei Lüttich hat es Anfang Oktober wiederum einen ernsten Zwischenfall gegeben, wie in der letzten Woche bekannt wurde. Auch wenn dabei nach Darstellung der Atomaufsicht keine Radioaktivität ausgetreten ist, bleibt dies für die Zukunft natürlich nicht ausgeschlossen. Das AKW Tihange ist etwa 100 Kilometer Luftlinie von Mönchengladbach entfernt, im Falle eines atomaren Unfalls sind ent¬sprechend zügige Schutzmaßnahmen erforderlich. „Es wird etwa dazu geraten, umgehend Jodtabletten in der erforderlichen Dosis einzuneh¬men“, sagt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. Wichtig wäre in diesem Falle eine entsprechend schnelle Ausgabe von Jodtabletten in Kinder¬gärten, Schulen, Betrieben und Krankenhäusern.

Um zu klären, ob dies in Mönchengladbach der Fall ist, hat Sasserath in der jüngsten Ratssitzung am 24. Oktober 2016 eine Anfrage zum Thema Notfallversorgung bzw. Katastrophenschutz bei einem atomaren Ernstfall in den Atomkraftwerken Tihange und Doel gestellt. „Man muss dazu wissen, dass die Entfaltung einer Wirkung von Jodtabletten im Falle atomarer Unfälle deren rasche Einnahme voraussetzt“, sagt der Grünen-Politiker. „Die schnelle Verteilung von Jodtabletten an die Bevölkerung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Schutzwirkung“, sagt Sasserath. „Je eher die Jodtabletten eingenommen werden können, desto besser ist der Schutz.“

Vor allem auch Mediziner aus dem Kreis der „Ärzte gegen den Atomtod“ vertreten die Auffassung, dass die schnelle Einnahme von Jodtabletten für Menschen aller Altersgruppen entsprechend der angegebenen Dosierung bei einer gesundheitlichen Verträglichkeit als Schutzmaßnahme gegen die gefährlichen Wirkungen atomarer Strahlung unbedingt zu empfehlen ist. „Die Frage ist also, ob in Mönchengladbach gesichert ist, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner im Falle eines atomaren Notfalls Jodtabletten erhalten, und das so schnell wie möglich“, erläutert der Grünen-Politiker. „Es ist zudem wichtig, bei Atomunfällen die Räume nicht zu verlassen. Deshalb möchte ich im Rahmen der Anfrage auch wissen, welche Empfehlungen die Verwaltung an die Bevölkerung im Hinblick auf die Vorhaltung einer Notfallration an Lebensmitteln gibt“, so Sasserath.

Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners sagte in der Ratssitzung die schriftliche Beantwortung der Anfrage durch die Stadtverwaltung zu.

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