Grüne Baumpaten im Beller Park

Hajo Siemes

Mönchengladbach. Der neu gegründete Arbeitskreis praktisch – ökologisch startet sein erstes Projekt „Baumpate im Beller Park“. Dort werden am Samstag, 14. November drei Apfelbäume gepflanzt. Die Baumpaten treffen sich dazu mit Hajo Siemes, Koordinator des Arbeitskreises, um 12 Uhr am Spielplatz an der Beller Straße. „Es ist geplant, hier eine Obstbaumreihe mit insgesamt sieben Apfelbäumen anzupflanzen“, erläutert Siemes, „selbst kleinste Obstwiesen sind von wichtiger ökologischer Bedeutung.“ Streuobstbestände sind in Ballungsräumen insbesondere durch Bauprojekte stark gefährdet. „Für viele Tiere sind Streuobstwiesen aber wichtige Ersatzbiotope und letzte Rückzugsgebiete“, sagt Siemes.

Das neue Projekt des Arbeitskreises braucht indes langen Atem: „Die neugepflanzten Bäume werden in wenigen Jahren wohl tragen, können aber erst nach Jahrzehnten mit ihren teils hohlen Stämmen und Ästen vielen Tieren die benötigten Brutnischen bieten“, weiß Siemes. Deswegen sollten aus ökologischer Sicht auch alte oder abgestorbene Bäume so lange wie möglich erhalten werden. Streuobstwiesen haben neben der Funktion als Habitat für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zahlreiche weitere Qualitäten: Sie wirken ausgleichend auf das örtliche Klima, da sie als Schattenspender sowie Regen- und Windschutz die mittlere Windgeschwindigkeit senken und Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht abmildern. Weiter bilden sie mit ihrer hohen Sortenvielfalt ein Genreservoir mit vielseitigen Erbanlagen, die u. a. für künftige Resistenzzüchtungen im Obstbau von Bedeutung sein können. Zudem wirken Streuobstwiesen der Bodenerosion entgegen und verhindern auch die oberflächliche Verlagerung von Nährstoffen sowie deren Eintrag in Gewässer. Zu guter Letzt liefern die Wiesen Obst zum Verzehr sowie für die Verarbeitung, eventuelle als Most.

„Alte Apfelsorten, die nicht sehr lange lagern, gelten auch als verträglich für Allergiker“, sagt Hajo Siemes. Das liege am Gehalt von sogenannten Polyphenolen, die in Pflanzen als Farb- und Geschmacksstoffe vorkommen. Alte Apfelsorten weisen – anders als die allermeisten Neuzüchtungen - einen hohen Polyphenol-Gehalt auf, der für die Braunfärbung verantwortlich ist. Wie Forscher jetzt herausfanden, schalten die Polyphenole das Apfelallergen aus. „Die alten Sorten werden nach dem Anschneiden wohl schneller braun, sind dafür aber verträglich“, fasst Siemes zusammen.

Doch bis zur Ernte ist es im Beller Park noch ein langer Weg - zunächst muss erst einmal gepflanzt werden. „Wir starten erst einmal mit drei alten Apfelsorten und pflanzen je einen Boskoop, einen Wilhelmsapfel, auch Kaiser Wilhelm genannt, und einen Rheinischen Winterrambur“, so der grüne Baumpate. „Zu unseren Aufgaben gehört neben dem Pflanzen auch die Pflege“, sagt Siemes. Einmal in Jahr müssen die Bäume geschnitten werden. „Beim Schneiden der Bäume kenne ich mich zwar ein wenig aus, werde aber dennoch im Frühjahr den kostenlosen Kurs, der von der Verwaltung für die Paten angeboten wird, besuchen“, meint er. Werden die nächsten Sommer wieder sehr heiß, müssen die Bäume gegossen werden. Ansonsten heißt es dann für die Baumpaten: Erst mal abwarten, denn die Bäume müssen wachsen.

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