GEKKO-Ausstieg: Wer verantwortet die 20-Millionen-Pleite eigentlich?

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas führt zu einer deutlichen Erderwärmung. Grund dafür ist der messbare Anstieg des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid in der Atmosphäre, das durch die Verbrennung freigesetzt wird. Kein Wunder also, dass Unternehmen, die Kohle fördern oder sie zu Strom verarbeiten, zunehmend massiver unter Kritik geraten. Der Versicherungskonzern Allianz hat, immerhin, erkannt, dass es Zeit ist, sich umzuorientieren: Das Unternehmen will künftig nicht mehr in Unternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes durch Kohleabbau oder mehr als 30 Prozent ihrer Energie aus Kohle gewinnen.

„Wir Grüne werden seit Jahren nicht müde, darauf hinzuweisen, dass Kohlekraftwerke Klimakiller sind und sehr kontraproduktiv, wenn es um die Erreichung der Klimaziele geht“, sagt Karl Sasserath. „Kohlekraftwerke gefährden die Gesundheit der Anwohner in ihrer Umgebung, weswegen wir den Bau neuer klimaschädlicher Kohlekraftwerke ablehnen.“ Der Grünen-Fraktionsvorsitzende verweist in diesem Zusammenhang auf das unrentable RWE-Projekt „Gekko“, das Steinkohle-Kraftwerk in Hamm. Bekanntlich gehört auch die Stadt Mönchengladbach über ihre Beteiligung an der NEW AG unter dem Dach der NEW Kommunalholding GmbH zu den Anteileignern am „Gekko“. Ein CDU/FDP dominierter Stadtrat hatte sich - gegen die Stimmen der Grünen - schon vor 2009 für die Beteiligung am „Gekko“ entschieden.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrates fiel nun nach dem Motto „Weg mit Schaden“ der einstimmige Entscheid, die Beteiligung der NEW am „Gekko“ zu verkaufen. „Die Entscheidung, sich am Gekko in Hamm zu beteiligen, war von Anfang verkehrt, sowohl wirtschaftlich wie energiepolitisch“, sagt Sasserath. Hintergrund: Die Beteiligung brachte der NEW AG und damit der Stadt Mönchengladbach bisher schon einen ausgebuchten Verlust von 20 Millionen Euro. Der Ausstieg - ein Totalverlust der Investition. Nicht nur für Sasserath ist allerdings der Umstand erstaunlich, dass diejenigen, die diese finanzielle Misere herbeigeführt haben mit ihren Entschlüssen, dafür keine persönliche Verantwortung übernehmen. Kämmerer Bernd Kuckels hatte im Hinblick auf die Gekko-Beteiligung in der Ratssitzung festgestellt, die Verwaltung sei personell nicht in der Lage, wirtschaftliche Beteiligungen einzuschätzen. 

Sasserath: „Die Ursachen der Erderwärmung und Klimaveränderung bestimmen seit zwei Jahrzehnten die öffentliche Diskussion. Dazu gehört Mönchengladbach zu den Städten weltweit, wo Mensch, Umwelt und Natur seit Jahrzehnten den negativen Folgen des Braunkohleabbaus als fossilem Rohstoff ausgesetzt sind.“ In Rheydt, so Sasserath weiter, sei ja unlängst erst der Expeditionsleiter und Schriftsteller Arved Fuchs für sein Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz geehrt. Wiederholt warnte Fuchs massiv vor den Gefahren, die aus der ungebremsten Verbrennung fossiler Rohstoffe für das Weltklima ausgehen. „Unser Ehrenbürger, der Philosoph Hans Jonas, weist dem Menschen eine besondere Verantwortung im Umgang mit der Schöpfung zu. Deshalb gehört Mönchengladbach zu den Städten, die in besonderem Maße dazu aufgerufen sind, die erforderlichen politischen Entscheidungen zu treffen, um die öffentliche Investitionen in fossile Energien zu beenden“, meint der Grünen-Fraktionsvorsitzende.

Öffnungszeiten

Montag        10.00 - 13.00 Uhr

Dienstag      10.00 - 13.00 Uhr

Mittwoch      10.00 - 13.00 Uhr

Donnerstag  10.00 - 13.00 Uhr /

                    15.00 - 17.00 Uhr

Freitag         10.00 - 13.00 Uhr

Adresse/Kontakt:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Brandenberger Str. 36

41065 Mönchengladbach

 

Kreisverband:

Tel. 02161-206 404

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de

 

 

Bankverbindung:

Kontonummer 3505065

BLZ 370 605 90

IBAN: DE54370605900003505065

BIC: GENODED1SPK

Sparda Bank West eG

 

Fraktion:

Tel. 02161-206 204

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de