Fracking? Nein Danke!

Diether Brüser

Mönchengladbach. Fracking, die Förderung von unkonventionellem Erdgas insbesondere mittels giftiger Chemikalien, ist in Deutschland verboten. Noch. Geht es nach EU-Energie-Kommissar Günther Oettinger (CDU), soll sich das bald ändern. In Europa ist Schiefergas weitgehend unerschlossen, doch Wirtschaft und konservative Parteien machen Druck diese Reserven anzugreifen. Dies, so heißt es, sei notwendig, um sich aus der Abhängigkeit von russischem Erdgas zu befreien. Jüngst erst hatte eine von der schwarz-roten Bundesregierung eingesetzte Experten-Kommission den Abbruch der Energiewende und stattdessen die Gewinnung von Erdgas durch Fracking gefordert.

 

„Statt sich also auf vernünftige Weise um die Energiewende zu kümmern und z.B. die Entwicklung von Speichertechniken massiv zu fördern, setzt sich die Bundesregierung für die riskante Schiefergasförderung ein“, stellt Grünen-Ratsherr Diether Brüser fest. Beim Fracking werden bekanntlich jede Menge Chemikalien, Millionen Liter Süßwasser und Quarzsand in den Boden gepumpt, um über künstliche Risse Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten zu lösen. „Zu welchen Schäden Fracking bei Mensch und Natur führt, weiß keiner genau“, sagt Diether Brüser.

 

Die Forderung der Mönchengladbacher Grünen, nicht nur Fracking, sondern auch Untersuchungen zur Machbarkeit von Fracking zu untersagen, hat dieser Tage nun neue Nahrung bekommen.  Wie kurz die Halbwertszeit von angeblich „sicheren Verfahren“ ist, sieht man aktuell am Umweltskandal, der sich zurzeit in der Nähe des westfälischen Ortes Gronau abspielt – die Presse berichtete. Dort sind Öllachen auf Feldern festgestellt  worden. Kühe, die von dem Öl-/Wasser-gemisch getrunken haben, sind verendet. Bislang steht noch nicht fest, woher das Öl stammt. Wahrscheinliche Ursache ist, dass das Öl aus Kavernen in unmittelbarer Nähe von Gronau stammt, in denen ein Teil der nationalen Ölreserve gelagert wird.  „Auch die Lagerung von Atommüll in alten Salzbergwerken wurde lange Zeit als „sicheres Verfahren“ angepriesen. Das marode Lager ASSE  hat inzwischen traurige Berühmtheit. Hier muss mit Milliarden an Steuergeldern saniert werden“,  so Diether Brüser. Als weiteres „sicheres Verfahren“ solle der Öffentlichkeit nun das Fracking schmackhaft gemacht werden. Da die beteiligten Unternehmen sogar die Inhaltsstoffe der Chemikalien geheim halten, die sie in den Erdboden pressen, ist die Behauptung, dass keinerlei Gefahren für das Grundwasser bestehen, aus Sicht des Grünen-Politikers unwahr und dient nur zur Beruhigung der Öffentlichkeit.

„Unsere Position ist klar“, meint Diether Brüser. „Wegen der unabsehbaren Gefahren für Gesundheit und Umwelt lehnen wir die Förderung von unkonventionellem Erdgas insbesondere mittels giftiger Chemikalien ab.“ Das Fracking behindert aus Sicht der Grünen zudem Klimaschutz und Energiewende. Auf Bundesebene setzen sie sich für ein Gesetz ein, das die Umwelt und die Menschen schützt und in Deutschland keine Fracking-Bohrungen zulässt. „Wir Mönchengladbacher Grünen sagen Nein zum Fracking“, unterstreicht Diether Brüser. Er kann nicht nachvollziehen, dass gerade auch führende Sozialdemokraten sich für die Erdgas-Förderung durch diese umweltschädliche Methode einsetzen. Brüser: „Das zeigt doch, wie ernst es die SPD mit dem Thema Umweltschutz meint.“

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