Fracking – „Grenzen“-lose Sorgen um Schiefergas

Karl Sasserath

Kein Umweltthema bewegt die Menschen über die Grenzen hinaus so wie Fracking. Aus den Nachbarländern Belgien und Niederlande kommend erfasst der Widerstand jetzt auch den Niederrhein.

 

„ Seit 2011 haben sich 170 Gemeinden und neun Provinzen dort für „Fracking-Gas-frei“ erklärt. Die Gladbacher Grünen teilen die Sorgen um Fracking unserer Nachbarn in Belgien und den niederländischen Provinzen Limburg, Maastricht, Brabant, Flevoland, Overijssel, Groningen und Zeeland“ resümiert Karl Sasserath.

 

So kritisieren die niederländischen Grünen, dass wichtige Aspekte bei der niederländischen Fracking-Untersuchung des „plan- MER“ – (Milieueffectrapportage ), also dem Umweltschutzbericht im Rahmen der Gebietsentwicklungsplanung, nicht berücksichtigt wurden:

 

Danach wurde das Erdbebenrisiko nicht ausreichend berücksichtigt. Das Epizentrum des Erdbebens von 1992 liegt im Preellandbreuk, einem unterirdischen Bruch in der Erdkruste, der sich jährlich um zwei bis vier Millimeter vergrößert. In diesen Zusammenhang werden auch die Risiken für das Kernkraftwerk Borssele gestellt.

 

Auch unterirdische Schäden durch Bodensenkungen und die Erschütterungen, die durch die geplante Schiefergas-Förderung ausgelöst werden, sind nicht einschätzbar. Welche Schäden unterirdische Förderungen nach Jahrzehnten nach sich ziehen, lässt sich aktuell bei den Erdbrüchen im Ruhrgebiet beobachten.

 

Die Verschmutzung des Trinkwassers zählen die Grünen in den Niederlanden zu den größten Risiken des Frackings. Obwohl in und um Trinkwasserschutzgebiete nicht gebohrt werden darf, schließt der Umweltschutzbericht plan-MER „Bohrungsfreie Zonen … nicht von vornherein aus….“ Unklar bleibt dabei auf welcher umweltrechtlichen Grundlage diese Aussage fußt.

 

Bei der Gewinnung durch Fracking werden im Wasser gelöste Chemikalien in das Erdreich gepresst. Das dadurch verschmutzte Wasser muss gereinigt bzw. die Rückstände gelagert werden. Auch hierzu gibt es noch keine konkreten Pläne. Die Schwierigkeiten und die von der Allgemeinheit zu tragenden Kosten, die eine mögliche Endlagerung belasteter Rückstände mit sich bringt, lassen sich heute beim Atommüll betrachten.

Auch die Auswirkungen auf das Klima durch den Verlust nicht verbrannten Methangases in die Atmosphäre, sind nicht absehbar.

 

Für den weiteren Ausbau Limburgs als nachhaltige Tourismusregion steht für die Grünen das Fracking in einem wirtschaftlichen Widerspruch.

 

Karl Sasserath: „Die gesellschaftliche Diskussion über Fracking in der Euregio steht am Anfang. Es dürfen keine schnellen Entscheidungen getroffen werden, deren Auswirkungen von den Verantwortlichen nicht zu überschauen sind. Jeder Euro, der in diese Technologie investiert wird, fehlt uns bei der Förderung und Gewinnung aus erneuerbaren Energiequellen. In einem Europa ohne Grenzen macht Fracking an vermeintlichen Schlagbäumen nicht halt. Deshalb trifft uns als Stadt in der Grenzregion, die in den Niederlanden anstehende Entscheidung für oder gegen Fracking, elementar.“

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