Folgen des Garzweiler-Tagebaus: Norbert Bude völlig inkonsequent

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Die Schlagzeilen  waren den Verwaltungschefs der Tagebau-Kommunen Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Titz sicher, als sie einträchtig verkündeten, künftig gemeinsam die Interessen beim Thema „Garzweiler II“ gegenüber Land und RWE Power vertreten zu  wollen.  Mönchengladbachs OB Norbert Bude (SPD) wurde nicht müde, gegenüber den Medien zu betonen, wie die Stadt durch ihre Lage am Tagebaurand unter den Staub- und Lärmbelastungen zu leiden hätten.

In der Tat ist es so, dass Mönchengladbach fast nicht vom Braunkohletagebau profitiert, sehr wohl aber die Auswirkungen ertragen muss. Hier fordert Norbert Bude werbewirksam Kompensation vom Land, von seinen braunkohlefreundlichen Düsseldorfer Genossen. Eine Forderung, die Grünen-Fraktionschef und OB-Kandidat Karl Sasserath für halbherzig hält: „Norbert Budes Aussagen sind dem Wahlkampf geschuldet. Es ist ja so, dass die Stadt Mönchengladbach über ihre Tochter NEW, an der ja RWE beteiligt ist, auf die Energiegewinnung durch Kohlekraft setzt. Das ist aber der falsche Weg: Wer gegen die Folgen von Garzweiler ist, der muss konsequenterweise den Ausstieg aus der CO2-Produktion fordern.“

Für Sasserath ist klar: Mehr noch als lauwarm Kompensationen für die negativen Auswirkungen des Tagesbaus zu fordern, solle sich der Oberbürgermeister dafür stark machen, dass die Stadt Mönchengladbach künftig ihre Energie ausschließlich aus erneuerbaren, nicht-fossilen Energiequellen bezieht.

Der grüne OB-Kandidat verweist auf die aktuelle Diskussion auf EU-Ebene über die europäischen Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030. Um den weltweiten Temperatur¬anstieg unter zwei Grad zu halten, plant die Kohlekraftwerkslobby  mit der CCS-Technik, das Klimaproblem zu lösen. CCS – das steht für „Carbon Capture and Storage“, eine Technik, bei der das Klima-Gas CO2 aus der Abluft gefiltert und unter die Erde gepresst wird. „Statt das Energiesystem zu reformieren, kann man mit CCS weiter auf die veraltete Kohlekraft setzen“, sagt Sasserath. Über die unterirdische CO2-Endlagerung werde eine Dinosaurier-Technologie am Leben gehalten, die weiter auf die Verbrennung fossiler Rohstoffe setze. „Die Braunkohletechnologie trägt erheblich zur Luftverschmutzung bei, dabei muss die Feinstaubbelastung gerade auch in Mönchengladbach doch vermieden werden“, so Sasserath.

Für den Grünen-Politiker sieht eine verantwortungsvolle Umweltpolitik anders aus als Kohlendioxyd unter die Erde zu verpressen, um die Nutzung fossiler Energiequellen fortzusetzen. „Wenn Norbert Bude wirklich ernsthaft besorgt wäre wegen der Belastungen durch den Tagebau in Garzweiler, dann müsste er den konsequenten Ausstieg aus der klimaschädlichen Stromerzeugung durch die Verbrennung von Kohle fordern”, sagt Sasserath.

Hintergrund: Von den derzeit existierenden 250 Großkraftwerken in Deutschland werden die meisten mit Kohle befeuert.

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