Belastetes Grundwasser: Verursacherprinzip anwenden

Karl Sasserath.

Weil immer mehr Gülle und Mist auf die Felder ausgebracht wird, ist das Trinkwasser in Deutschland sehr stark belastet. Die EU hat deswegen Deutschland wegen der Nitratbelastung des Grundwassers und jahrelanger Untätigkeit verklagt. „Die Nitrat-Überbelastung von Böden und Gewässern ist seit Jahrzehnten bekannt. Jetzt muss endlich das Verursacherprinzip konsequent auf die industrielle Landwirtschaft angewendet werden“, fordert deshalb der Mönchengladbacher Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath.

Der Grünen-Politiker steht mit seiner Forderung nicht allein: Auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), die Interessenvertretung der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft in Deutschland - er vertritt unter anderem die kommunalen Wasserversorger – fordert ein neues Düngerecht. Die Bundesregierung, so der VKU, müsse möglichst rasch vollziehbare Vorgaben in der Düngeverordnung vorlegen, die es den zuständigen Behörden ermögliche, die Anwendung von Düngemitteln wirkungsvoll zu kontrollieren und bei Nichteinhaltung auch zu sanktionieren. „Es ist bekannt, dass die Intensivtierhaltung mit Sicherheit einen sehr hohen Anteil an der Belastung des Trinkwassers hat“, sagt Karl Sasserath. Es lasse sich mittlerweile sehr gut nachweisen, dass die schlechtesten Nitratwerte insbesondere dort vorkämen, wo der Viehbesatz am höchsten ist.

Auch die Importgülle sowie intensiver Gemüseanbau trage - neben der Bodenqualität – zum Problem bei. In der Tat muss also bald etwas passieren: „Selbst wenn das Ausbringen von Gülle sofort untersagt würde, blieben die Nitratwerte trotzdem die nächsten zehn Jahre lang weitgehend unverändert“, sagt Sasserath. Bis die Belastung deutlich zurückgeht, dauerte es gut drei weitere Jahrzehnte. „Vielleicht wäre hier die Erhebung einer Abgabe auf synthetischen Stickstoff sowie auf Eiweißfuttermittelzukäufe ein gutes Steuerungselement, die Stickstoffdüngung zu verringern.“

Sasseraths grundsätzliche Kritik richtet sich aber gegen die Massentierhaltung und deren Folgen. „Uns Grünen geht es um die Beseitigung der Ursachen der Gewässerbelastung und den Tierschutz“, betont er. „Die Fleischindustrie produziert ständig mehr Fleisch, was zulasten einer artgerechten Tierhaltung und der Wasserqualität geht. Das muss endlich aufhören.“ Deshalb gehört das Thema Verbraucherschutz nach seiner Ansicht unbedingt auch auf die kommunale Agenda.

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