Atommülltransporte: Rat will Bericht von der Stadtverwaltung

Karl Sasserath

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die umstrittenen Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus veranlasst. Dabei werden 152 Castoren über 180 Kilometer quer durch NRW – direkt an Mönchengladbach vorbei - transportiert. Auf eine Initiative Grünen in der Ampel beschloss der Rat der Stadt mit breiter Mehrheit, dass die Verwaltung darüber berichten soll, welche Auswirkungen  die Transporte auf Mönchengladbach haben.   

 

Mönchengladbach. Die Kritik am Transport von 152 Castorbehältern aus dem Forschungszentrum Jülich ins Ahauser Zwischenlager wächst zunehmend, nachdem die Sinnlosigkeit des Vorhabens der Öffentlichkeit immer deutlicher wird. „Die Transporte verlaufen quer durch die Region auf der Bundesstraße 221 (von Brüggen und Niederkrüchten über Wegberg nach Heinsberg), in direkter Nachbarschaft zu Mönchengladbach“, so Thomas Diehl, umweltpolitischer Sprecher der Gladbacher Grünen-Fraktion. 

 

Auch in der jüngsten Ratssitzung stand nun dieses Thema auf der Tagesordnung. 

 

Unter den Ratsfraktionen herrscht beim Thema insofern Klärungsbedarf, als bislang nicht klar ist, welche direkten Auswirkungen die geplanten Atommülltransporte aus dem stillgelegten Jülicher Versuchsreaktor nach Ahaus auf Mönchengladbach hat. Ein von den Grünen initiierter und von der „Ampel“ getragener Antrag, der mit breiter Mehrheit verabschiedet wurde, beauftragt die Verwaltung, die offenen Fragen zu klären. „Die Antwort wird es in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses geben“, sagt Karl Sasserath, Fraktionsvorsitzender der Mönchengladbacher Grünen. 

Wegen der Castor-Transporte wird Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) von Atomkraftgegnern, aber auch von der NRW-Landesregierung kritisiert, weil die Transporte als gefährlich, überflüssig, teuer und gegenüber der Öffentlichkeit nicht begründbar gelten. 

In der Stadt Ahaus hat der Rat den geplanten Transport der 152 Castorbehälter aus dem Forschungszentrum Jülich ins Ahauser Zwischenlager jetzt strikt abgelehnt. Wie es hieß, war die Verabschiedung der entsprechenden Resolution begleitet von scharfer Kritik an der Informationspolitik des  Bundesforschungsministeriums und des Forschungszentrums Jülich.  

Besonderen Ärger hatte in Ahaus ein Hinweis aus dem Forschungszentrum hervorgerufen, wonach der Standort Jülich „aus Imagegründen“ brennstofffrei werden müsse. Zuvor hatten sich schon die Stadt Gelsenkirchen und der Kreistag Düren gegen die Transporte ausgesprochen. 

Wie NRW-Umweltminister Johannes Remmel seinen Mönchengladbacher Grünen-Kollegen mitteilte, würde die Landesregierung die Lagerung der Brennelemente in Jülich dulden. „Leider sind wir als Land aber nur Kontrollbehörde, beschließen kann dies nur der Bund“, so Johannes Remmel.

 

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