Atommülllieferungen nach Angarsk: Grüne bitten NRW-Wirtschaftsminister Voigtsberger um Aufklärung

Mönchengladbach. Nachdem Umweltaktivisten und Journalisten in der russischen Stadt Angarsk bisher vergeblich versucht haben, von der russischen Atomwirtschaft Informationen über den Atommüll zu erhalten, der u.a. aus der nordrhein-westfälischen Urananreicherungsanlage in Gronau angeliefert wird, sind die Grünen in Mönchengladbach aktiv geworden. Sie fordern, zumindest von nordrhein-westfälischer Seite, Klarheit.

 

Hintergrund: Die Bevölkerung in Angarsk ist in größter Sorge, da rostende Fässer mit Atommüll teilweise unter freiem Himmel lagern. Die Krebsrate in der sibirischen 240.000-Einwohner-Stadt ist inzwischen doppelt so hoch wie die im gut 50 Kilometer entfernten Irkutsk. Vor gut vier Jahren war Angarsk Schauplatz von Auseinandersetzungen um die Atompolitik der russischen Regierung; bei den Demonstrationen gegen die Politik Putins wurde ein Mensch getötet.

 

„Dies sind unhaltbare Zustände, wir wollen die Geheimnistuerei der hiesigen Atomwirtschaft nicht länger hinnehmen“, sagt Gaby Brenner, Vorstandssprecherin der Mönchengladbacher Grünen. „Die Bevölkerung in Angarsk hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Risiken und Gefahren für ihre Gesundheit bestehen.“ Da die Vertreter der russischen Atomwirtschaft wichtige Information vor der Bevölkerung verbergen mit dem Argument, dies sei Geschäftsgeheimnis, sehen die Grünen die deutsche Seite in der Pflicht und Verantwortung.

 

Partei und Fraktion der Mönchengladbacher Grünen schrieben nun einen Brief an Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger (SPD), der zuständig ist für die Atommülltransporte aus NRW. „Wir bitten den Minister um Aufklärung darüber, welche Materialien und welche Mengen mit welchem Gefahrenpotential die Betreiber der Urananreicherunganlage Gronau in den letzten Jahren nach Angarsk geliefert haben“, erklärt Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath. 

 

Von Seiten der Gronauer Betreiberfirma Urenco war bislang immer argumentiert worden, beim nach Angarsk gelieferten abgereicherten Uran handele es sich um einen Wertstoff, nicht um Atommüll. Ob dem so ist, darüber erhoffen sich nun nicht nur die Mönchengladbacher Grünen klare Fakten durch den NRW-Wirtschaftsminister.

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