Kita-Ausbau in Mönchengladbach ist Jahre hinter dem Ziel zurück

Dr. Gerd Brenner.

Zur aktuellen Kindergartenbedarfsplanung der Stadtverwaltung erklärt Dr. Gerd Brenner, jugendpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion:

„Nur für 88,2% der Kinder in Mönchengladbach gibt es im August einen Kita-Platz. Dann beginnt das neue Kindergartenjahr. Und es beginnt mit einer schmerzlichen Versorgungslücke. Viele junge Familien haben dann ein großes Problem: Ihr Kind kann nicht in die Kita gehen und die vielbeschworene Vereinbarkeit von Familie und Beruf gilt für sie vorerst nicht. Das sind die harten Fakten. Aus den Zahlen der neuen Kindergartenbedarfsplanung der Verwaltung lässt sich berechnen, dass im August allein etwa 1.000 Kinder über drei Jahren den dringend benötigten Kita-Platz nicht erhalten werden. Wie im Vorjahr sei ‚eine Bedarfsdeckung noch nicht erreicht’, heißt es denn auch in dem Planungspapier der Verwaltung. Damit bleibt Mönchengladbach in der Region das Schlusslicht. Schwalmtal z.B. oder Düsseldorf haben seit Jahren eine Versorgungsquote von um die 100%. Auch bei den Kindern unter drei Jahren ist die Bedarfsdeckung lange noch nicht erreicht.

Im Mönchengladbach drängen fast 400 Kinder mehr in die Kitas als im Vorjahr. Das ergibt sich aus den seit Jahren wieder steigenden Geburtenzahlen. Allein für diese Kinder würden vier neue Kitas gebraucht. Und dann müsste im Kindergartenjahr 2019/2020 endlich damit begonnen werden, für die Über-Dreijährigen die sogenannten Überbelegungen abzubauen. Das ist Beschlusslage und das ist auch dringend notwendig; denn die drangvolle Enge in unseren Kitas stresst Kinder und Erzieher/innen seit Jahren gleichermaßen. Wir brauchen kleinere Gruppengrößen, die den gesetzlichen Standards entsprechen. Aber auch dafür werden zusätzliche Kitas benötigt.  

Die Verwaltung bemüht sich aktuell intensiv um Kita-Neubauten. Aber sie kann die Bedarfslücke nicht schnell genug schließen. Der Schwarze Peter liegt aber nicht beim Jugendamt, sondern bei den Mehrheitsfraktionen, die Ausbau-planungen lange verzögert haben. Die letzte Planung der Verwaltung sah vor, dass die Versorgungsquote für die Kinder über drei Jahren durch Neubauten innerhalb des laufenden Kindergartenjahres von 87,2% auf 93,7% ansteigen sollte. Tatsächlich erreicht werden wohl nur 88,2% - wenn alles gut geht. Innerhalb des laufenden Kita-Jahres ist die Versorgungsquote – trotz einiger Neueröffnungen - damit nur von 87,2% auf 88,2% gestiegen. Von der angestrebten Vollversorgung sind wir nach wie vor weit entfernt. Jetzt sind für das kommende Kindergartenjahr 2019/20 viele weitere Zubauten und eine Versorgungsquote von 96,4% geplant. Aber es ist eben nur eine Planung. Wenn es so läuft wie in diesem Jahr, bleibt Mönchengladbach in Sachen Kita-Plätze weiterhin das Schlusslicht der Region. Seit Jahren steht die Kita-Situation in Widerspruch zur Strategie ‚mg+- Wachsende Stadt’. Die Mehrheitsfraktionen haben leider nicht dafür gesorgt, dass der Ausbau der sozialen Infrastruktur mit dem wirtschaftlichen Wachstum und der Bevölkerungszunahme Schritt hält.“  

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