Grüne fordern Ausweitung früher Hilfen für Familien

Dr. Gerd Brenner.

Zu den Plänen der Verwaltung, das städtische HOME-Projekt im Stadtteil Eicken einzustellen, erklärt Dr. Gerd Brenner, jugendpolitischer Sprecher der Bündnisgrünen im Stadtrat:

„HOME – Hilfe und Orientierung für Mönchengladbacher Eltern – ist ein Leuchtturmprojekt der frühen Hilfen für junge Familien mit Kindern. Ausgerechnet in Eicken, einem Stadtteil, der eine hohe soziale Belastung aufweist, soll das Projekt nach Plänen der Verwaltung nun eingestellt werden. Die Reaktionen aus dem Stadtteil kamen sofort und waren eindeutig: Mit „großer Bestürzung haben im Stadtteil Eicken die Verantwortlichen, die in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen engagiert sind“, auf diese Planungen der Verwaltung reagiert, heißt es in einem Brief von Grundschulen, Kitas, katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und der Ökumenischen Jugendarbeit Eicken (ÖJE) an alle Politikerinnen und Politiker im Rat der Stadt und in anderen zuständigen Gremien. Bei den Eickener Gesprächen hätten die Pläne der Verwaltung „eine tiefe Besorgnis und Ratlosigkeit“ hinterlassen.

In Mönchengladbach ist im letzten Jahrzehnt von den Familienhebammen über das HOME-Projekt bis hin zur Schulsozialarbeit und zu Projekten der Jugendarbeit eine wirksame Präventionskette aufgebaut worden, die im Land viel Anerkennung gefunden hat. Aus dieser Kette soll in Eicken nun ein wichtiger Baustein herausgebrochen werden. Die Grünen halten das für konzeptlos. In Eicken sorgt HOME dafür, dass Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter nicht alleine gelassen werden, wenn sie und ihre Familien in Schwierigkeiten geraten. Dazu hat das HOME-Projekt ein Netzwerk für Familien mit kleineren Kindern aufgebaut, in dem Kirchengemeinden, Kitas und Schulen sehr wirksam zusammenarbeiten. Sie sorgen dafür, dass immer jemand zur Stelle ist, wenn ein Kind bzw. eine Familie nicht mehr weiter weiß. HOME hilft, die Zukunftsperspektiven von Kindern in ihren Familien offen zu halten und Notmaßnahmen wie Heimeinweisungen abzuwenden – und damit der Stadt im Übrigen hohe Kosten zu ersparen. Die jahrelang stark ansteigende Kurve der Ausgaben für Heimunterbringungen von Kindern und Jugendlichen und ähnliche Pflichtleistungen der Stadt, die längst die 50-Millionen-Grenze überschritten hatte, hat sich stark abgeflacht, seitdem es HOME und andere Präventionsprojekte gibt. Deshalb sind die Pläne der Verwaltung für Eicken auch für den städtischen Haushalt kurzsichtig und kontraproduktiv.  

Ein Einstellungsszenarium für HOME in Eicken ist auch deswegen besonders unverständlich, weil ein anderer Bereich der Verwaltung im Moment für die direkt angrenzenden Stadtteile MG-Innenstadt und Westend genau das Gegenteil plant: den Aufbau neuer HOME-Strukturen. Die Grünen fordern, die Präventionsketten in stärker belasteten Stadtteilen weiter auszubauen statt sie in Teilen zu demontieren. Als wenig überzeugende Begründung für diese Demontage wird angeführt, man müsse durch einen Neuzuschnitt der geförderten Sozialräume eine verlässlichere statistische Basis für die Begründbarkeit des HOME-Projektes liefern. Dabei verliert die Stadtverwaltung leider ein Ziel aus den Augen: Sie müsste überall da, wo es die sozialstatistischen Daten nahelegen, Mittel in vorbeugende und früh unterstützende Hilfen stecken. Sonst muss sie die doppelten und dreifachen Summen ausgeben, wenn das Kind irgendwann in den Brunnen gefallen ist. Dann haben beide Seiten den Schaden von dieser verfehlten Politik: die Kinder und ihre Familien ebenso wie die Stadt, die viel Geld ausgeben muss, weil sie Prävention verpasst und zu spät reagiert hat.“

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