Ausbau von Ogata-Plätzen wurde verschlafen

Monika Halverscheid.
Dr. Gerd Brenner.

Zu der mangelhaften Versorgung mit Ogata-Plätzen im Bezirk Nord erklären Monika Halverscheid, Fraktionssprecherin der Grünen in der Bezirksvertretung Nord, und Dr. Gerd Brenner, Ratsherr aus Nord und jugendpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Rat:

„Im Bezirk Nord, aber auch in anderen Stadtteilen haben es junge Eltern zur Zeit schwer: Wenn ihr Kind aus der Kita kommt und zur Grundschule wechselt, werden die Eltern – meist die Mütter – genötigt, ab mittags die Versorgung des Kindes wieder selbst zu übernehmen. Die berufliche Tätigkeit eines Elternteils – und damit die finanzielle Basis der Familie – ist plötzlich gefährdet. Der Grund: Die Stadt hat in den letzten Jahren in Sachen Ogata ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Allein an einer einzigen Grundschule im Bezirk Nord bekamen jetzt mehr als 50 Elternpaare die schockierende Botschaft, dass ihr Kind im ersten Schuljahr keinen Ogata-Platz erhält. Den Grundschulen sind die Hände gebunden. Der Schwarze Peter liegt eindeutig bei der Stadt und der lokalen Politik. Bereits vor einigen Monaten schickte der Leiter der Städtischen katholischen Grundschule Venn einen Brandbrief an Verwaltung und Politik, in dem er mit deutlichen Worten auf „einen akuten Handlungsbedarf“ der Stadt hinwies. Auch andere Grundschulen im Bezirk Nord meldeten einen „konstant steigenden Bedarf an Ogata-Plätzen“, für die aber die Räumlichkeiten fehlten (Gemeinschaftsgrundschule Eicken).

Zusätzliche Ogata-Plätze können von den Grundschulen gar nicht angeboten werden, weil die Stadt seit Jahren die notwendigen Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stellt. Nur die Lokalpolitik kann diese Probleme lösen; denn die Stadt allein ist für die Raumversorgung von Schulen zuständig. Im gerade von der Ratsmehrheit verabschiedeten – und von uns abgelehnten – Schulentwicklungsplan für die Primarstufe war die ganze Misere schon deutlich erkennbar: Im Bereich der Ogataplätze gab es einen großen Nachfrageüberhang, aber keine angemessene Ausbauinitiative und damit keine Problemlösung. Für die GGS Windberg wurde eine geradezu absurde Lösung des Raumproblems vorgeschlagen, nämlich eine „Aufgabe des Informatikraumes und des angrenzenden, bislang als Bibliothek genutzten Mehrzweckraumes“ (S. 214 des Schulentwicklungsplans). Während die Bundesregierung plant, alle Schulen ans schnelle Internet anzuschließen, wird in der Gladbacher Stadtverwaltung ernsthaft erwogen, die Informatik und auch die analogen Bildungsmedien in Schulen aufzugeben – ein bildungspolitischer Schildbürgerstreich.

Wenn es um Neu- und Zubauten geht, will die Ratsmehrheit offensichtlich alles Geld zusammenhalten, um Großprojekte wie das neue Rathaus finanzieren zu können. Wir fordern, Geld da in die Hand zu nehmen, wo es die Bürgerinnen und Bürger dringend benötigen: z.B. bei Ogata-Plätzen. In den gerade verabschiedeten städtischen Haushalt hat die Ratsmehrheit leider keine angemessenen Etatposten eingestellt, mit denen sie den Grundschulen und den Eltern in Sachen Ogata schnell helfen könnte. Für die wachsende Stadt mg+ ist das ein Schandfleck. Und wenn die neue Bundesregierung jetzt – wie angekündigt – einen Rechtsanspruch der Eltern auf eine Nachmittagsversorgung von Grundschulkindern gesetzlich verankert, dann hat die Stadt Mönchengladbach vermutlich nicht einmal die nötigen konkreten Planungen in der Schublade liegen, um die dann fließenden Bundesmittel auch abrufen zu können. Nicht zum ersten Mal droht der Fortschritt hier an der Stadt Mönchengladbach vorbeizugehen.“

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