Dr. Gerd Brenner zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung: Neue Krankenhauspauschalen gefährden die Gemeindepsychiatrie in Mönchengladbach

Dr. Gerd Brenner

Zur neuen Entgeltverordnung für die Krankenhausbehandlung psychisch schwer erkrankter Menschen erklärt Dr. Gerd Brenner, Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Mönchengladbach:

 

„Die Abkürzung der Ende 2012 von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in Kraft gesetzten Verordnung ‚Pauschalierende Entgelte Psychiatrie und Psychosomatik’ klingt harmloser als sie ist: PEPP gefährdet perspektivisch auch notwendige Behandlungen in der LVR-Klinik in Mönchengladbach.

 

Jeder Mensch kann unversehens und unverschuldet psychisch erkranken. Ob durch anhaltendes Mobbing am Arbeitsplatz, ein tragisches Ereignis in der Familie oder eine plötzliche psychotische Krise. Gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten, die sich in stationäre Behandlung begeben und künftig nicht schnell genug aus der Krise heraus kommen, werden dem Klinikträger bald nur noch einen Bruchteil der notwendigen Kostenerstattung einbringen, wenn es bei dieser Regelung bleibt. Das kann auf Dauer keine Klinik mit gleichbleibender therapeutischer Qualität bzw. Fachpersonalquote durchhalten, zumindest dann nicht, wenn sie sich wie in Mönchengladbach auch um die sehr schwer erkrankten Menschen kümmert.

 

Der Faktor Zeit ist in der Psychiatrie besonders wichtig. Auch wenn es in der ‚Seelenheilkunde’ (anders als in der Chirurgie) keine buchstäblich ‚blutigen Entlassungen’ gibt, darf eine ausreichend lange und intensive Krankenhausbehandlung nicht durch falsche finanzielle Anreize gefährdet werden. Genau das sieht die Verordnung der Bundesregierung aber vor. Dabei ist der Baustein ‚stationäre klinische Behandlung’ für die anerkannte Verbundarbeit der LVR-Klinik, des Rehavereins, der Intres, des sozialpsychiatrischen Dienstes der Stadt und anderer Partner wie den niedergelassenen Nervenärzten und Psychotherapeuten unverzichtbar. Und Mönchengladbach hat viel zu verlieren. Das früher sog. Landeskrankenhaus in Rheydt war einst das Vorzeigeprojekt der modernen, gemeindenahen Psychiatrie in Deutschland.

 

Dessen ist sich zum Glück auch der Landschaftsverband Rheinland als Klinikträger bewusst. In einer einstimmigen Resolution greift die Landschaftsversammlung in Köln die heftige bundesweite Kritik der Fachleute und Verbände gegen die PEPP-Verordnung auf und fordert die Bundesregierung zu Korrekturen auf. Bündnis 90/Die Grünen in Mönchengladbach schließen sich dem uneingeschränkt an. Wir begrüßen auch die geplanten Protestaktionen der Klinikbelegschaft in Rheydt.“

 

Quelle zur weiteren Recherche: LVR-Resolution

https://dom.lvr.de/lvis/lvr_rechercheWWW.nsf/LookLinkBG2/Vorlagen13_2662?OpenDocument

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