Kürzungen von Personalzuschüssen für Frauenhäuser - Grüne bringen Resolution in den Rat ein

Der Rat der Stadt Mönchengladbach soll die Landesregierung NRW auffordern, ihre Kürzungsvorschläge bei den Zuschüssen zu den Personalkosten an Träger von Zufluchtsstätten für misshandelte Frauen im Landeshaushalt für 2006 zu überdenken und zurück zu nehmen, fordern die Mönchengladbacher Grünen. Eine Resolution dazu wird der Rat in seiner nächsten Sitzung behandeln.

 

Darin wird die Landesregierung darüber hinaus aufgefordert, auch zukünftig ausreichend Finanzmittel für bedarfsgerechte und flächendeckende Angebote von Zufluchtsstätten für misshandelte Frauen und Kinder (Frauenhäuser) zur Verfügung zu stellen.

 

„Die Frauenhäuser selbst sind nicht in der Lage die geplanten Mittelkürzungen aufzufangen. Ein Rückzug aus der Schutzpflicht gegenüber den Opfern von häuslicher Gewalt ist politisch verantwortungslos. Darüber hinaus ist die Kürzungsabsicht in diesem Bereich volkswirtschaftlich kurzsichtig, da die Folgekosten - insbesondere gesundheitliche Folgen der erlebten Gewalt - die geplanten Einsparungen um ein Vielfaches übersteigen werden“ so Karl Sasserath, Fraktionssprecher Bündnis90/Die Grünen.

 

Das Land NRW fördert derzeit 63 Zufluchtsstätten für Frauen und Kinder (Frauenhäuser), die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Dazu gehören in Mönchengladbach das Frauenhaus Rheydt und das Frauenhaus Mönchengladbach. Die Frauenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben bisher Landeszuschüsse in Höhe von 60 bis 80 % der tatsächlichen Personalkosten für vier Personalstellen erhalten. Frauenhäuser sind unverzichtbarer Bestandteil des Hilfesystems für Opfer häuslicher Gewalt. Sie bieten von Gewalt betroffenen oder bedrohten Frauen schnell und unbürokratisch Schutz vor ihrem gewalttätigen Partner. Durch Beratung im Wege der Hilfe zur Selbsthilfe stärken sie die Frauen, eine eigenverantwortliche Entscheidung über ihre weitere Lebensgestaltung zu treffen. Die vielfältige Hilfe und Unterstützung richtet sich auch an die Kinder der betroffenen Frauen, die auf Grund der erlittenen Gewalterfahrungen traumatisiert sind. Für fast 5.000 Frauen und ebenso viele Kinder sind die Frauenhäuser in NRW jährlich der einzige Zufluchtsort.

 

„Die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, auch weil neue Aufgaben hinzukamen, Frauenhäuser bieten nicht nur Schutz und Hilfe. Sie tragen durch ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Gesellschaft für die Gewaltproblematik bei“, erläutert Ratsfrau Monika Halverscheid und weiter: “Neben der Vernetzung und Kooperation an Runden Tischen zu häuslicher Gewalt, ist derzeit die Begleitung und Umsetzung der Hartz IV-Gesetzgebung sehr zeitintensiv.“

 

Die Landesergierung plant jetzt die Personalkostenzuschüsse der Frauenhäuser um 30% zu kürzen, was zukünftig faktisch dem Wegfall einer Personalstelle entspricht. Die absehbaren Folgen für die gewaltbetroffenen Frauen und Kinder sind fatal, denn es droht eine Reduzierung der Frauenhausplätze um 20% bei derzeit gleichbleibend hohen bzw. steigenden Belegungszahlen. Gleichzeitig besteht nach Aussagen des zuständigen Ministeriums fachlich an der Notwendigkeit der Frauenhäuser keinerlei Zweifel, lediglich das Diktat der Finanzpolitik zwinge zur Streichung in diesem Bereich.

Kommunalwahl 2020 - Ihr Weg zu unserem neuen Internetauftritt.

Öffnungszeiten

Montag        10.00 - 13.00 Uhr

Dienstag      10.00 - 13.00 Uhr

Mittwoch      10.00 - 13.00 Uhr

Donnerstag  10.00 - 13.00 Uhr /

                    15.00 - 17.00 Uhr

Freitag         10.00 - 13.00 Uhr

Adresse/Kontakt:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Brandenberger Str. 36

41065 Mönchengladbach

 

Kreisverband:

Tel. 02161-206 404

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de

 

 

Bankverbindung:

Kontonummer 3505065

BLZ 370 605 90

IBAN: DE54370605900003505065

BIC: GENODED1SPK

Sparda Bank West eG

 

Fraktion:

Tel. 02161-206 204

Fax 02161-205 569

mg.gruene(at)t-online.de