Ehe für alle: Das wurde Zeit

Anita Parker.

Mönchengladbach. 16 Jahre ist es her, dass die Niederlande die Einführung der Ehe für homosexuelle Paare beschlossen haben. Nun endlich hat auch Deutschland nachgezogen: Lesben und Schwulen sind nun bei der Ehe komplett gleichgestellt, das heißt, sie dürfen nun beispielsweise auch Kinder adoptieren. Das war den „eingetragene Lebenspartnerschaften“ bis dahin nicht möglich gewesen.

Aus Sicht von Anita Parker, Sprecherin des Grünen-Kreisverbandes Mönchengladbach, ist die Ehe für alle ein längst überfälliger, wichtiger Schritt. „Die gesetzliche Diskriminierung ist jetzt weitgehend beendet, aber bis auch die gesellschaftliche Diskriminierung verschwindet, wird es noch dauern“, glaubt sie. Es habe sich gezeigt, dass gesellschaftliche Diskriminierung negative Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit und Lebenserwartung hat. Um diese Gesundheitsrisiken abzuwehren, braucht es aus Anita Parkers Sicht eine gesamtheitliche, gezielte Gesundheitspolitik.

„Gleichzeitig müssen wir aber auch sehen, dass wir etwa bei der Anerkennung der selbstbestimmten Geschlechtsidentität weiterkommen“, sagt sie. Transgender und Transsexuelle dürften nicht weiter für krank erklärt werden. Vielmehr müsse ihre reguläre Gesundheitsversorgung verbessert werden. „Operationen zur sogenannten Geschlechtsanpassung an Säuglingen und Kindern gehören verboten“, meint die Grünen-Politikerin.

Anita Parker wünscht sich weiter auch mehr Vielfalt in Verwaltung und Unternehmen. „Für viele Menschen ist der offene Umgang mit ihrer eigenen sexuellen Identität am Arbeitsplatz noch keine Realität“, sagt sie. Anonymisierte Bewerbungsverfahren hält sie für ein wirksames Instrument, Diskriminierung zu verhindern. Weiterhin müsse Innerbetriebliches Diversitymanagement, die Anerkennung und Nutzbarmachung von Vielfalt in Unternehmen, gefördert werden.

Der Blick auf viele andere Länder zeige, es existierten bereits erfolgreiche Aktionspläne für Vielfalt. Hier würden öffentliche Einrichtungen für die Lebensrealität von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen, intersexuellen und queeren Menschen sensibilisiert. Lehrerinnen und Lehrer etwa lernten, wie sie der Situation der genannten Klientel besser gerecht werden könnten. „Auch auf der Bundesebene braucht es endlich einen ambitionierten Aktionsplan für Vielfalt“, fordert Anita Parker.

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