Rat lässt Beate Zielke Alternativen zu Microsoft in München prüfen

Die Stadtverwaltung Mönchengladbach wird im ersten Halbjahr 2004 im Hauptausschuss/Rat über die bisher gesammelten Erfahrungen der Stadt München beim Wechsel von Produkten der Firma Microsoft zur sogenannten Open Source Software (Linux) zu geben.

Dies beschloss der Rat der Stadt Mönchengladbach in seiner Sitzung am 23. Juli 2003. Angestossen wurde diese Entscheidung durch die bündnisgrüne Ratsfraktion. Die Grünen hatten dem Rat einen Antrag unterbreitet, wonach die Verwaltung be­auftragt werden sollte, zu prüfen, welche Alternativen zu den an städtischen Computer-Arbeitsplätzen eingesetzten Produkten der Firma Microsoft bestehen und welche Vor- und Nachteile sich durch einen Wechsel zur sogenannten Open Source Software (z.B. Linux) für die Stadt Mönchengladbach ergeben würden.

Karl Sasserath (Bündnisgrüne) verwies dabei auf die städtische Jahrerechnung 2002. Danach verausgabte die Stadtverwaltung allein in 2002 über 8 Millionen EURO für die Bereitstellung von Hard- und Software in der Stadtverwaltung auf. Insider gehen davon aus, dass dabei der Hauptteil dieser Ausgaben auf Lizenzierung für Produkte des Markführers Microsoft entfällt. Vor dem Hintergrund der Kostenintensität, die der Einsatz von Software-Anwendungen der Firma Microsoft für die Stadt Mön­chengladbach nach sich zieht und unter Berücksichtigung der defi­zitären Haushaltslage der Stadt Mönchengladbach, gelte es, alle Möglichkeiten der mittel- und langfristig Kosteneinsparungen zu prüfen.

So beschloss jüngst der Rat der Stadt München in einer bundesweit Aufsehen erregenden Entscheidung die derzeitigen Microsoft-An­wendungen durch Open Source Software für ca. 14.000 PC-Ar­beitsplätze der Stadtverwaltung zu ersetzen.

Der bündnisgrüne Ratsherr Jo Hüskens ergänzte die Notwendigkeit des Antrages mit dem Druck den Kommunen durch solche Beschlüsse auf die Firma Microsoft entwickeln könnten. Druck der sich für die kommunalen Haushalte, wie das Beispiel München zeigt, gewinnbringend auswirken kann. Dort war bekannt geworden, dass die Firma Microsoft im Rahmen der Verhandlungen mit deutlichen Preisnachlässen bei den Lizenzen die Stadt München als Kunden halten wollte.

Darüber hinaus verbessere sich auf dem IT-Markt am Standort Mönchengladbach die Wettbewerbssituation. Die Stadt trage so zur technologischen Innovation und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei.

Organisationsdezernentin Beate Zielke (CDU), der das personalintensive Stadtamt für elektronische Datenverarbeitung unterstellt ist, riet dagegen dem Rat, gegen den Antrag der Bündnisgrünen zu votieren. Die Stadtverwaltung sei nicht in der Lage, den Antrag umzusetzen und müsse die Erstellung eines solchen kostenintensiven Berichtes an ein geeignetes Unternehmen außerhalb der Verwaltung vergeben.

Nach einer intensiven Diskussion wurde dann aber der von den Bündnisgrünen modifizierte Antrag einstimmig vom Rat angenommen. Damit kann Beate Zielke (CDU) leben,- hat sie doch jetzt fast ein ganzes Jahr Zeit, um sich über die bis dahin gesammelten Erfahrungen der Stadt München beim Wechsel von Produkten der Firma Microsoft zur sogenannten Open Source Software (Linux) zu informieren.

Karl Sasserath

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