Geldhaus zum Schnäppchenpreis: EWMG verramscht die frühere Landeszentralbank an der Endepohlstraße

Für 390.000 Euro verkauft die Stadtentwicklungsgesellschaft EWMG das Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank neben dem Theater an der Odenkirchener Straße. Vor gut drei Jahren hatte der renommierte Mönchengladbacher Künstler Gregor Schneider noch 580.000 Euro für diesen Komplex geboten. Der EWMG war das damals zu wenig. Unterm Strich bleibt ein schlechtes Geschäft: Die EWMG hat dürftig gemakelt, von Stadtentwicklung keine Spur.

 

Mönchengladbach. Der jahrzehntelange Leerstand hat Spuren hinterlassen: Das Gebäude der früheren LZB an der Endepohlstraße - ganz in der Nähe des Rheydter Stadttheaters - hat sich zu einem städtebaulichen Schandfleck entwickelt. Dazu musste es nicht kommen, hatte sich doch schon Ende 2004 eine optimale Lösung abgezeichnet: Gregor Schneider, einer der renommiertesten europäischen Künstler, wollte damals sein bekanntes „Haus Ur“ in der Unterheydener Straße in das alte LZB-Gebäude verpflanzen. 580.000 Euro bot Schneider der EWMG nach einjähriger Verhandlung für die stadteigene Immobilie. Manfred Nieland (CDU), seinerzeit Geschäftsführer der EWMG und seit Ende letzten Jahres im Ruhestand, winkte dankend ab – das sei zu wenig, verschenken könne man das Gebäude schließlich nicht.

 

Jetzt, etwas mehr als drei Jahre später, verkauft der neue EWMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Immobilie für 390.000 Euro. Ein Verlust von 190.000 Euro! Mönchengladbachs Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath drängen sich angesichts dieses Minus-Geschäfts massive Zweifel auf an der EWMG als Makler und Verwalter städtischen Eigentums. „Wie kann das sein?“, fragt Sasserath, „ ist denn der Substanzverlust der Immobilie innerhalb weniger Jahre so rasant fortgeschritten, dass sich der Wertverlust auf ein Drittel des vorher erzielbaren Kaufpreises addiert?“ In der Verantwortung sieht der Grünen-Fraktionsvorsitzende die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes der EWMG, die eine solche Geschäftspolitik billigen. „Eine ganz besondere Verantwortung hat in diesem Falle der Finanzdezernent unserer Stadt, Bernd Kuckels, der als geborenes Aufsichtsratsmitglied seine EWMG-Tantiemen behalten kann und einen solchen aberwitzigen Verzehr städtischen Vermögens nicht unterbindet“, sagt Sasserath. Auch die Ratsmehrheit entlässt der grüne OB-Kandidat nicht aus der Verantwortung, da sie diese Geschäftspolitik ebenfalls billige.

 

Im kritischen Licht erscheint in diesem Zusammenhang insbesondere die Rolle der EWMG. „Man muss sich doch die Frage stellen, was die Entwicklungsgesellschaft mit dem Verkauf des städtischen Eigentums LZB zum Schnäppchenpreis eigentlich entwickelt?“, so Sasserath. „Ist der simple Verkauf einer Immobilie schon Stadtentwicklung?“ Aus Sicht des Grünenchefs benötigt eine Immobilie an einer solch prominenten Stelle, in direkter Nähe zum Stadttheater, eine gelungene Entwicklungsidee, so wie sie mit dem Verkauf an Gregor Schneider fast schon zum Greifen nahe war. Karl Sasserath: „Erneut bleibt die EWMG jeglichen Nachweis dafür schuldig, dass sie in der Lage wäre, das umzusetzen, was ihre politischen Gründer seiner Zeit als ihren Zweck vorgaben. Die EWMG beschäftigt über zwanzig durchweg kompetente Mitarbeiter, die durchaus in der Lage wären, positive Ansätze einer Stadtentwicklung zu initiieren. Aber das scheint wohl nicht gewollt zu sein.“

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