Zum 51. Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes

Hajo Siemes

Rede von Hajo Siemes

Im Namen von Bündnis 90/Die Grünen in Mönchengladbach, begrüße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer recht herzlich und möchte ganz besonders unsere tiefe Solidarität mit dem Tibetischen Volk zum Ausdruck bringen.

 

Vor gut einem Jahr, im Schatten der Olympischen Spiele, hat die Weltöffentlichkeit sich ein Bild von den kriegerischen Auseinandersetzungen im Tibet machen können. Selbst diese Öffentlichkeit, hat die Chinesische Regierung nicht von den grausamen Handlungen abhalten können.

 

Wir verurteilen aufs schärfste die Tibet-Politik der Chinesischen Regierung. Diese Tibetpolitik der Chinesischen Führung in Peking, hat in über 50 Jahren die Tibeter in der eigenen Heimat zu Menschen zweiter Klasse werden lassen und die Tibetische Kultur nahezu ausgelöscht.

 

Seit dem Volksaufstand gegen die Chinesische Besetzung 1959 sind über 150.000 Menschen dem Dalai Lama ins Exil gefolgt. Dadurch wurden viele Familien auseinander gerissen und vor allem Kinder von Ihren Eltern getrennt. Noch im letzten Jahr herrschte, ausgelöst durch eine Demonstration zum Jahrestag der Besetzung,  Kriegszustand im Tibet. Die akute Kriegsgefahr ist z.Zt. gebannt oder zurückgedrängt, aber die Besetzung und die Unterdrückung des Tibets von Seiten der chinesischen Regierung ist immer noch gegeben.

 

Der Tibet bleibt nach wie vor ein Prüfstein für die Aufrichtigkeit  Chinesischer Absichtserklärungen zur Verbesserung der Menschenrechte.

 

Auch in diesen Tagen finden wieder weltweit Solidaritätskundgebungen für das Tibetische Volk statt. Nicht weil die Menschen gegen das Chinesische Volk sind, sondern weil die Chinesische Politik und die politische Führung dem Tibetischen Volk elementare Menschenrechte vorenthält und seine Kultur an den Rand des Untergangs gebracht hat.

 

Auch die Stadt Mönchengladbach bekundete, gemeinsam mit über 1000 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland ihre Solidarität mit dem Tibetischen Volk, indem sie die Flagge Tibets an diesem Tag, am 10.3. vor den Rathäusern öffentlich zeigten.

 

 Auch wir, Bündnis90/DieGrünen in Mönchengladbach bekräftigen hiermit das Recht auf Selbstbestimmung des tibetischen Volkes und protestieren gegen die Verletzungen der Menschenrechte durch die Chinesische Regierung. Wir fordern die Chinesische Regierung auf, Ihre Unterdrückungspolitik gegenüber Minderheiten und in diesem Falle dem Tibetischen Volk aufzugeben und die Menschenrechte einzuhalten. Jeder Tag, an dem Tibeter in Tibet weniger benachteiligt, bedroht, verhaftet, gefoltert und getötet werden, ist ein gewonnener Tag für den Tibet. Wir hoffen, dass das Tibetische Volk, bald in ihrem eigenen Land frei leben und wirken kann.

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