Kinder spielen Krieg: Grüne kritisieren Ditib-Verantwortliche

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Nachdem ein Video aufgetaucht ist, das zeigt, wie Kleinkinder in der Mönchengladbacher Zentralmoschee als türkische Soldaten gekleidet mit Spielzeugwaffen und türkischen Fahnen paradieren und salutieren, üben Mönchengladbachs Grüne heftige Kritik an den Verantwortlichen der Ditib-Gemeinde. Ein ähnliches Video hatte in den vergangenen Tagen bereits in Herford für Ärger gesorgt. „Dass hier mit der Mönchengladbacher Zentralmoschee die Verantwortlichen Ditib-Gemeinde nun ein ähnliches Schauspiel inszeniert haben, und das wohl unter Leitung des örtlichen Imams, ist für uns absolut inakzeptabel“, sagt Grünen-Fraktionssprecher Karl Sasserath.

Kinder stehen in Deutschland unter besonderem Schutz. Die Instrumentali-sierung von Kindern mit Waffen für Krieg und nationalistische Heldenverehrung gehören in Deutschland nicht zur staatlichen Kultur. Die UN-Kinderrechts-konvention ächtet die Rekrutierung von Kindern als Soldaten. Sasserath fordert die Stadt auf, umgehend zu prüfen, ob hier gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen wurde. „In Herford hat der dortige Bürgermeister den Vorstand der Moschee einbestellt. Es ist an Oberbürgermeister Reiners, auch bei uns in Mönchengladbach für Klärung in der Angelegenheit zu sorgen“, so Sasserath weiter.

Nach Darstellung der Grünen dürfe es nicht sein, dass Kinder für die Propaganda des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan instrumentalisiert werden. Hintergrund: Die Ditib ist eigenen Angaben zufolge heute die mitgliederstärkste Migrantenorganisation in der Bundesrepublik Deutschland und vertritt über 70 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Der Dachverband mit seinen 960 angeschlossenen Ortsgemeinden gilt als Erdogan-nahe Vorfeldorganisation. Die Zentralmoschee in Mönchengladbach hat eine der größten Ditib-Gemeinden des Landes.

Karl Sasserath hält es für extrem problematisch, dass Kinder auf eine solche Weise instrumentalisiert werden. „So etwas steht im Widerspruch zum wichtigen Anliegen der Integration. Veranstaltungen dieser Art lassen sich auch als Zeichen deuten, in der Gemeinden in einer Parallelwelt gehalten werden. Das ist eine Entwicklung, der wir entgegen arbeiten müssen“, so der Grünen-Fraktionssprecher. Integration bedeute auch, auf Teile der eigenen Kultur zu verzichten.

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