Grüne fragen, ob die interkulturelle Öffnung greift

Karl Sasserath.

Mönchengladbach. Ein gutes Viertel aller Menschen im größten deutschen Bundesland hat einen so genannten Migrationshintergrund – auch NRW ist zu einem Einwanderungsland geworden. Das heißt: Soziale, kulturelle und religiöse Vielfalt sind hierzulande längst gesellschaftliche Realität. Auf die veränderten Anforderungen dieser Einwanderungsgesellschaft muss eine Stadtverwaltung reagieren.

Da in den nächsten Jahren auch die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen werden, wird insbesondere der Fachkräftemangel ein zunehmend größeres Problem. Auch deshalb kann Deutschland auf die Kompetenzen und Potenziale von Menschen mit Einwanderungsgeschichte nicht verzichten. Vor diesem Hintergrund hatte das Land NRW als erstes Bundesland im Jahre 2012 die Verpflichtung zur interkulturellen Öffnung der Landesverwaltung im Teilhabe- und Integrationsgesetz gesetzlich verankert.

Genau vor sechs Jahren präsentierte auch die Stadt Mönchengladbach ihr Integrationskonzept. Wie das Konzept herausstellt, hatten seinerzeit von den 261.000 Einwohnern etwa 55.000 eine Einwanderungsgeschichte (21 Prozent). Das hat sind geändert - mittlerweile hat jeder Dritte Mönchengladbacher einen Migrationshintergrund: Nach Angaben der Stadtverwaltung waren es Ende 2017 88.980 von insgesamt 270.553 Einwohnern der „Vitusstadt“ (knapp 33 Prozent). Mönchengladbachs Grüne fragen sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklung nun, wie sich die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung seitdem entwickelt hat und fordern dazu einen Sachstand.

„Wir alle wissen, Papier ist geduldig“, sagt dazu Grünen-Fraktionssprecher Karl Sasserath „Ohne die notwendige interkulturelle Öffnung kann die Stadtverwaltung den sozialen Anforderungen in unserer Gesellschaft, die sich aus den demografischen Veränderungen ergeben, nicht gerecht werden“, meint Sasserath. „Insofern haben wir jetzt einen Antrag im Integrationsrat eingebracht, mit dem wir die Verwaltung bitten, über den Umsetzungsstand zum und zu den Erfahrungen mit dem Konzept zur interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung zu berichten.“

Für Sasserath ist dieses Thema eindeutig eine Führungsaufgabe. Die Stabsstelle für die Integrationsplanung liegt im Verantwortungsbereich des Oberbürgermeisters Hans-Wilhelm Reiners. Hintergrund: Über den Sachstand und die Erfahrungen bei der Umsetzung liegen dem Integrationsrat bisher keine Informationen vor.          

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