Flüchtlingen jetzt helfen!

Mönchengladbach. Nachdem im größten Flüchtlingslager Griechenlands und Europas, in Moria, ein Großbrand ausgebrochen ist, mehren sich die Stimmen, den Flüchtlingen sofort zu helfen. Über 10.000 Menschen benötigen nun dringend Unterstützung, da das Lager nur über 2.800 Plätze verfügt, dort aber 12.600 Flüchtlinge untergebracht waren. Aus Sicht des grünen Oberbürgermeisterkandidaten Dr. Boris Wolkowski könnte auch die Stadt Mönchengladbach ihre Hilfe anbieten.

 

„Kommunalpolitik kann Menschen retten“, sagt Wolkowski. „Die Stadt Krefeld beispielsweise ist seit langem bereit, mehr Flüchtlinge aufzunehmen als sie nach Quote muss.“ Leider sei man in  Mönchengladbach (noch) nicht so weit. Noch im März dieses Jahres hatte im Stadtrat eine Mehrheit aus CDU und FDP einen Antrag der Grünen abgelehnt, der Städteinitiative „Sichere Häfen“ beizutreten. Der Fraktionsvorsitzende der CDU. Hans-Peter Schlegelmilch, hatte seinerzeit betont, dass sich seine Fraktion mit dem Thema Flüchtlingshilfe durchaus auseinandersetze, den Antrag aber nicht unterstützen könne. Die Liberalen fühlten sich hier schlichtweg nicht zuständig. Auch in einer aktuellen Diskussion habe sich der Oberbürgermeisterkandidat der CDU, Frank Boss, nicht in der Lage gesehen, zur Städteinitiative etwas Sinnvolles zu sagen. Aus Sicht des Grünen-Politikers ist dies ein Trauerspiel.

 

Als Oberbürgermeisterkandidat hatte sich Wolkowski klar gegen ein Wahlplakat der NPD gewandt („Wir lassen die Luft aus der Asylpolitik“) und dessen Beseitigung aus dem Stadtgebiet gefordert. Dem Ansinnen konnte die Stadtverwaltung nach sorgfältiger rechtlicher Bewertung indes nicht folgen. In der Folge wurde am nächsten Tag ein solches Plakat unmittelbar vor der grünen Geschäftsstelle aufgehängt.

 

Gerade deshalb, so der grüne OB-Kandidat, heiße es auch dem Ansinnen der Rechten Einhalt zu gebieten. „Ich bin dafür, dass sich die Stadt Mönchengladbach auf ihre soziale und humanitäre Tradition besinnt, die Angelegenheit ernst nimmt und den Flüchtlingen umgehend ihre Unterstützung anbietet“, sagt Wolkowski.

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