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Arbeit/Arbeitslosigkeit
Kita-Tarifvertrag: Höhere Gehälter längst überfällig
Mönchengladbachs Bündnisgrüne begrüßen die jetzt zustande gekommene Einigung im Kita-Tarifstreit. Die mit den höheren Löhnen und Gehälter verbundenen Mehrkosten für die Stadt dürfen aus grüner Sicht indes nicht auf die Eltern abgewälzt werden: Die Stadt, so die Grünen, könnte stattdessen auf die 14,5 Millionen Euro zurückgreifen, mit denen die Infrastruktur des geplanten Handels- und Dienstleistungszentrums finanziert werden soll.
Mönchengladbach. Der monatelange Streit in den Kitas über eine höhere Entlohnung und einen verbesserten Gesundheitsschutz ist endlich beigelegt: Die etwa 220.000 Beschäftigten in den kommunalen Kindergärten und Sozialeinrichtungen sollen durchschnittlich 120 Euro im Monat mehr erhalten. „Die Verbesserung der Bezahlung in einem Bereich, in dem überwiegend Frauen beschäftigt werden, war längst überfällig“, begrüßte Mönchengladbachs Grünen-Vorstandssprecherin Gaby Brenner die Einigung, die Arbeitgeber, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Konferenz der Streikleiter sowie die Tarifkommissionen der Gewerkschaft ausgehandelt hatten.
Nach der Tarifeinigung für die Erzieherinnen überlegten etliche Vertreter von Kommunen und Trägern umgehend, die Elternbeiträge heraufzusetzen, um die höheren Personalkosten aufzufangen. Das aber lehnen Gladbachs Grüne vehement ab: „Es darf nicht sein, jetzt die Eltern für die verfehlte Sparpolitik der vergangenen Jahre zur Kasse zu bitten“, meint Karl Sasserath, Fraktionschef und OB-Kandidat der Mönchengladbacher Bündnisgrünen. Sasserath verweist in diesem Zusammenhang auch auf die fragwürdige Absicht von CDU und FDP, die Infrastruktur für das geplante Handels- und Dienstleistungszentrum mit einem zweistelligen Millionenbetrag zu finanzieren. „Die Stadt sollte auf diese Pläne verzichten und die dafür vorgesehenen 14,5 Millionen Euro lieber den Familien zukommen lassen“, sagte Sasserath.
Mittelfristig sieht der Grünen-Chef nach der Tarifeinigung auch das Land in der Pflicht. Auch NRW müsse für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe Bildung mehr Geld in die Hand nehmen und damit dazu beitragen, das Berufsbild der Erzieherinnen und Erzieher weiter aufzuwerten
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