Grüne: Neue Wohnformen für ältere Menschen verstärkt ausbauen

Winfried Schulz.

Mönchengladbach. Der demografische Wandel ist eine der wichtigsten politischen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Die Lösungsansätze für die Probleme, die dieser Wandel mit sich bringt, müssen aus Sicht der Mönchengladbacher Grünen aber noch stringenter verfolgt werden. „Wir müssen viel stärker mit der Beantwortung der Frage auseinandersetzen, was passiert, wenn immer mehr Menschen nach der Zeit des Arbeitens noch 30 Jahre leben“, sagt Winfried Schulz, Grünen-Ratsherr und Leiter des grünen Arbeitskreises für Senioren.

Ein Problem, das der 72-Jährige Grünen-Politiker konkret vor Augen hat: Altbauwohnquartiere im innerstädtischen Bereich. Sie sind in den seltensten Fällen barrierefrei, hier einen Aufzug zu finden, ist schwer. Altbauten sind selten seniorengerecht – aber oft teuer. „Damit ältere Menschen am städtischen Leben teilnehmen können, muss eine zeitgemäße Stadtplanung so ausgerichtet werden, dass insbesondere im innerstädtischen Bereich barrierefreie, preiswerte Wohnungen für die Älteren geschaffen werden können“, sagt Schulz.

Der Grünen-Ratsherr hat zusammen mit seinen Mitstreitern aus dem AK Senioren weitere Punkte ausgemacht, die verbessert werden müssen, damit ältere Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und nicht abgeschoben werden. „Unser Arbeitskreis möchte, dass die Mobilitätssituationen älterer Menschen gestärkt werden“, sagt Winfried Schulz. Die Älteren sollten solange wie möglich mobil sein und sich auch selbst am Straßenverkehr beteiligen. Das sei gesellschaftlich wichtig und eine Bedingung für Lebensqualität. Zugleich werde damit der Isolation und Vereinsamung älterer Menschen entgegengewirkt.

Die Grünen Senioren halten es zudem für wichtig, pflegebedürftige ältere Menschen möglichst lange eigenständig und eigenverantwortlich im eigenen Wohnbereich zu belassen. „Wir müssen all jene neuen Wohnformen wie Gruppenwohnungen für Senioren, Wohngemeinschaften und Mehrgenerationenhäuser weiter ausbauen, die älteren Menschen neben der Eigenständigkeit und der ihren Gebrechen angepassten Pflege auch helfen, einer zunehmenden Einsamkeit und Isolation im Alter entgegenzuwirken“, fordert Schulz.

Die Grünen Senioren begrüßen die Tatsache, dass in Mönchengladbach einige Senioren-Wohnheime für ältere Menschen mit Wohnungsberechtigungsschein gebaut worden sind. Was aber aus ihrer Sicht fehlt, sind preiswerte Senioren-Wohnheime für die Gruppe älterer Menschen, die über ein Einkommen verfügen, das zu hoch ist, um einen Wohnungsberechtigungsschein zu erlangen. „Hier ist die Stadt in der Pflicht, preiswerte Senioren-Wohnheime zu schaffen“, meint der Politik-Senior und hat auch eine konkrete Vorstellung, wie das Problem angegangen werden kann: „Beim Amt für Altenhilfe könnte beispielsweise die Stelle eines ‚Kümmerers’ eingerichtet, der mit den Senioren diese Wohnformen umsetzt und auch Finanzierungsmodelle entwickelt für Hausbesitzer.“

Bei der Verwirklichung der eingeforderten neuen Wohnformen sollten aus Sicht der Grünen Seniorenpolitiker die städtischen  Gesellschaften wie EWMG, GWSG und Kreisbau mithelfen. „Sie sollten sich so einbringen, dass die Wohnformen für ältere Menschen bezahlbar bleiben“, betont Schulz. Die Finanzmittel für den sozialen Wohnungsbau seien nicht zwingend allein für Neubauten bestimmt, es könnten damit auch Altbestände barrierefrei umgebaut werden. „Ein gutes Quartiersmanagement kann solche Aufgaben angehen und zu seiner Realisierung beitragen“, ist sich Winfried Schulz sicher.

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